Das Tolstoi-Institut geht auf musikalischen Stimmenfang!

Eurasisch, Pro-Russischer Wahlkampf in Berlin?

Vor gut zwei Wochen hatte ich die Kunstaktion [1] vom Zentrum für politische Schönheit am Maxim Gorki Theater besucht. Danach schlenderte ich noch etwas durch Berlin-Mitte.
Schon von Weitem konnte man die hervorragende Opernstimme hören, von der man nicht wusste, woher sie wirklich kam. Gab es eine Veranstaltung rund um die Stiftung Deutsches Historisches Museum? Ich wurde neugierig und steuerte meinem Gehör nach, dem Ziel entgegen.

Dort angekommen, konnte man schon eine Menschentraube erkennen. Die meisten wohl Touristen, die diesem Gesang lauschten und auch wahrlich genossen; einige, die fotografierten und filmten. Damit es wohl nicht ganz so auffiel, das man die Opern auf russisch sang, gab es zwischendurch auch italienische Gesänge wie z.B.: ’O sole mio. Doch, musikalisch war das richtig gut!
Nicht wenige spendeten der Pudelmütze am Boden liegend Geld und wussten ganz sicherlich nicht, wem sie dort somit finanzielle Unterstützung boten…auch wenn es nur um Kleinstbeträge geht…

TI_TG

Hätte Tatjana Garsiya, Präsidentin des Tolstoi-Institutes [2], die mir durch meine Querfront-Arbeit [3] bekannt ist, nicht neben der Sängerin gesessen, wer weiß, vielleicht hätte sogar auch ich ein paar Centstücke in die Pudelmütze geworfen. …

Aus diesem Grund dachte ich, knüpfe ich doch mal etwas tiefer an. Denn hier geht es nur vordergründig um Musik & Kultur. Für eine angeblich deutsch-russische Freundschaft und Frieden mit Russland, wie ihn auch Jürgen Elsässer von Compact und andere Neue Rechte progagieren. Hier laufen im Hintergrund politische Netzwerke, die nationalistisch, rechts und antidemokratisch sind!

Vorgeschichte

Vor etwas über einem Jahr hatte ZAPP in einem Interview mit Tatjana Garsiya [4] über die dubiosen Netzwerke des Tolstoi-Institutes berichtet. Dazu nahm der NDR u.a. als Anknüpfungspunkt die Veranstaltung vor dem sowjetischen Ehrenmal [5] 2014 im Tiergarten. Dort war neben Garsiya auch Stefan Tischer von der BüSo aktiv beteiligt. Tischer hat ebenfalls bei den Mahnwachen gesprochen und machte Werbung für Rüdiger Klasen von staatenlos.info [6]. Weiterhin ist er auf Facebook mit Tatjana Garsiya befreundet [7]. So wie Garsiya hat auch er mittlerweile sein Profil öffentlich sehr eingeschränkt.

Alles in allem ein ziemlich guter, wenn auch kurzer Beitrag von ZAPP. Leider berichteten sie im letzten Jahr nicht über die rechten Demos aus 2014, an denen das Tolstoi-Institut beteiligt war:

Die Verbindungen laufen über die Querfront (große Teile aus der Partei DIE LINKE, Antiimperialistische Aktion etc., Stop Ramstein, Mahnwachen) aber auch über RT Deutsch, über Neue Rechte (z.B. Compact, Identitäre Bewegung, Endgame) – bis hin zur Politsekte BüSo/LaRouche – und zur „eurasischen Ideologie“ nach Russland. In diesem Artikel [8] kann man einige Details und weitere Hintergründe darüber nachlesen.

Kurz nach Ausstrahlung von ZAPP erfolgte eine Stellungnahme durch Tatjana Garsiya [9], doch zu den Veröffentlichungen der Fakten gab es keinen Kommentar von ihr; außer: das die westlichen Medien lügen. Quasi gleichgeschaltet sind. Wen verwundert dies, ist sie doch auch in der Lügenpresse-Facebookgruppe.
Wer wie Garsiya davon spricht, das in Deutschland keine Pressefreiheit herrscht, weil eben kritisch über die pro-russischen Netzwerke berichtet wird, weil diese überwiegend nationalistisch besetzt sind; der wird weder Fakten aushalten, noch die Kritikpunkte in der Stellungnahme ansprechen.
Wie auch geschehen.


Ostermarsch in Potsdam. Hier spricht die Potsdamer Mahnwache (Gerhard Labitzke, Jan Dahlrgrün, Barbara Reiss), die ebenfalls mit Akteuren rund um Compact, ProDeutschland bekannt sind, aber auch eng in Verbindung zu den Mahnwachen Berlin resp. zur Friedensfusion/AK Berlin stehen. Im Bild: Das Aktivistenumfeld von Oleg Muzyka, im Hintergrund Jan Dahlgrün bei seiner Rede über die FED.
Gemeinsame Demos mit Rechten

Im März und September 2014 war das Tolstoi-Institut, vertreten durch Tatjana Garsiya, auf rechten Demos anwesend. Zumindest im März war sie mit ihrem Institut neben ProDeutschland am Pariser Platz in Berlin vor Ort, wie hier auf der Seite von PI-News [10] in voller Ausführlichkeit und mit Bildstrecke nachverfolgbar ist. Die Demo vom September 2014 bewirbt sie bis heute [11] auf der Internetpräsenz vom Tolstoi-Institut, was zeigt, das selbst nach der ZAPP-Sendung keine Distanzierung statt findet sondern weiterhin die Solidarität mit Neuen Rechten! Aber das ist ja auch erst der Anfang…

Ein Kollege von mir, der damals fotografisch vor Ort war, hatte sich in seinem Fotostream auf flickr [12] folgend geäußert:
[…] Im Vorfeld wurde ein Plakat wegen Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen (Hakenkreuz) von der Polizei eingezogen. Ebenso wurden die Personalien eines Teilnehmers wegen eines Verstoßes gegen das Pressegesetz aufgenommen. […]
[…] In einer Rede warnte der ehemalige stellvertretende Vorsitzende von ProDeutschland Karl Schmitt [13]  vor einem drohenden Krieg mit Russland. […]

Angemeldet hatte die Demo „Kein Krieg mit Russland“ im September 2014: Karl Schmitt [14] resp. Patrioten e.V. [15]. ProDeutschland, das Contra-Magazin und PI-News [16] hatten darüber berichet. Die Seite: Neue Solidarität von Büso – der LaRouche Bewegung [17] hatte im Nachgang einen Bericht über die Demo veröffentlicht und weiter beworben.

Die dort anwesenden Personen auf der Demo umfassten das Querfront-Spektrum russischer Nationalisten [18] rund um Oleg Muzyka [19], die bis heute aktiv in Berlin tätig sind und teils durch DIE LINKE [20] [21] [22], durch die querfrontdurchtränkte Presse der junge Welt [23] „Mütter gegen den Krieg Berlin“ [24] oder dem CoopCafe [25] immer wieder Unterstützung in ihren Propaganda-Veranstaltungen „gegen den Westen“ [26] bekommen.
Dazu gibt es immer wieder aufklärerische Gegenstimmen, u.a. hier von den Grünen in Leipzig [27] oder das Haus für Demokratie und Menschenrechte [28], welches Oleg Muzyka nach zahlreichen Hinweisen den Nutzungsvertrag kündigte.

Neben den russischen Nationalisten aus der Querfront waren aber auch Demonstranten aus dem rechtsextremen Spektrum wie z.B. German Defense League [29], Manfred Rouhs [30] (der dort eine Rede hielt) und bekannte Reichsbürger [31] beteiligt. Evelin Pietza aka Reina de los Duendes [32] (Endgame-Spektrum, RT Deutsch, Compact) hatte ebenfalls dieser rechten Veranstaltung zugesagt.


Umgekehrte deutsche Flagge (Reichsbürger) mit russischer Nationalflagge. Vereint mit dem Logo der Identitätren Bewegung auf einer Kundgebung von staatenlos.info anlässlich eines neurechten Aufmarsches in Berlin, wo u.a. auch Endgame beteiligt war.

Die Netzwerke rund um Tatjana Garsiya

Auf Facebook gibt es eine Gruppe zum Tolstoi-Institut [33] mit über 3.600 Mitgliedern. Admina ist Tatjana Garsiya und eine weitere, die in ihrer Netzwerkliste [34] neben Garsiya auch Dieter Stein, Chefredakteur der JUNGEN FREIHEIT befreundet hat. Daran reihen sich Michael Stürzenberger, Lars Seidensticker, Karl Schmitt, Stephan Böhlke, Kai Homilius, Oleg Muzyka und viele weitere.

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(…) Bei der feierlichen Gründungsveranstaltung im November letzten Jahres wurde die russische und die deutsche Seele vereint. Mit Musik von Rachmaninow, Tschaikowski, Grieg, Brahms und Schumann, so Tatjana Garsiya vom Tolstoi-Institut.

(…) Wenn wir die Ideen von großen Menschen wie Platon, Nikolaus von Kues, Leibniz, Mendelssohn, Schiller, Humboldt, Bach, Mozart, Beethoven, Gauß, Riemann und Cantor wieder lebendig werden lassen, können wir wieder zum Volk der Dichter und Denker werden, verspricht die Partei Bürgerrechtsbewegung Solidarität, kurz BüSo.

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Es mag zwar sein, das Tatjana Garsiya ihre Freundesliste sowie alles andere im Internet nicht mehr öffentlich zugänglich macht, allerdings kann man über andere Personen immer noch öffentlich nachlesen, mit wem sie Netzwerke pflegt – so z.B. mit Jurij Kofner (ZKZ, Compact, Vorsitzender der eurasischen Bewegung „Junges Eurasien), Roland Schneider von den Nachtwölfen, Stefan Tischer von der BüSo, Dimitri Metzler von der Nationalen Befreiungsbewegung (NOD), Oleg Muzyka (ehemals in der Partei RODINA), Heinrich Bücker vom COOP-Cafe, Rüdiger Klasen von staatenlos.info, Michael Stürzenberger (Bundesvorsitzender der rechtspopulistischen Kleinpartei „Die Freiheit“ & PI-News) – die Liste ist mit Sicherheit noch länger…

Und dann gibt es auch eine sogenannte „Mitarbeiter-Propagandisten“ Seite [35], die offen legt, welche Interessen Tatjana Garsiya vertritt.

Neben Pegida und Aktive Patrioten [36] sind auch das Heimatkommando Deutschland [37], die AfD und die Mahnwachen [38] vertreten. Das Suworow Institut durch den Vorstand [39] Patrick Poppel [40] sowieso, schließlich ist dies ein Partner des Tolstoi-Institutes [41]. Über das Suworow Institut – in Verbindung zum ZKZ und den Neuen Rechten [42] hatte die ARD im April diesen Jahres sehr ausführlich berichtet.


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Friedenswinter in Berlin. Russische Propaganda und verschwörungsideologische Werbung, hier von Aktivisten des COOP Cafe, soweit das Auge reicht. Auf dem Schild „alternative Medien“ aus dem linken Querfrontspektrum. Einzig das ND passt nicht so ganz auf das Plakat.

Ich könnte hier beim Suworow Institut noch in großen Teilen ausschweifen, allerdings würde das den Rahmen sprengen. Nur so viel: Es geht wieder einmal um bekannte Verbindungen u.a. zu Compact rund um Jürgen Elsässer, der deutschen Peggy Seidler bzw. Margarita Seidler – jetzt Kiriaki [43] aus Lutherstadt / Wittenberg in Sachsen-Anhalt; die Evelin Pietza [44] aka Reina de los Duendes  für Compact beworben [45] hat. Neben Compact kann man sie allerdings auch auf dem Youtube-Kanal der Antiimperialistischen Aktion finden, wo sie ebenfalls medial präsentiert wird.

Margarita Seidler hat sich den russischen Separatisten angeschlossen und den russisch-orthodoxen Glauben angenommen. Sie ist zur Ikone, Heldin des Ostens geworden. Oder auch anders gesagt, sie sieht sich selbst als Märtyrerin und genau das sind auch ihre Botschaften & Aussagen in ihrem Video [46], welches fundamentalistischer nicht sein kann! Auch über sie wurde bereits berichtet, in einem Video von MDR Investegativ [47] aus 2015.

Der Vorstand vom Suworow Inistitut (dem Partner des Tolstoi-Institutes) Patrick Poppel pflegt öfteren Kontakt und Zusammenarbeit zu Seidel, wie man seiner Facebook-Seite entnehmen kann.
Auch hier wird eine Religion für orthodoxen Fundamentalismus [48], für den Nationalismus und Krieg missbraucht.
Das kann man auch hier in Deutschland sehr gut beobachten. Bekannt dafür geworden war Viktor Seibel, ehemals Organisator der Mahnwache in Kassel, dann Stop Ramstein, Endgame, Pegida, Identitäre Bewegung, Deutsch-Russische-Bruderschaft, Nachtwölfe bis hin zu Nazis. Er ist hier nur ein Beispiel!
Leider scheinen beim Thema Russland bzw. Ukraine die Medien immer noch wenig Interesse zu haben. Man kann nur hoffen, das nach dem „Fall Lisa“ [49] Anfang diesen Jahres [50], der genau auch in diesem Querfrontspektrum propagandistisch ausgeschlachtet wurde, die Medien nun etwas aufmerksamer werden und nicht nur an der Oberfläche recherchieren!

In Seidlers Freundesliste sind zahlreiche Separatisten aufgelistet, die nicht alle aus Russland kommen, aber für Russland kämpfen. Weiterhin: Alexander Dugin, Evelin Pietza, Oleg Muzyka, Dimitri Metzler [51], Nikolaj Blagin „Stierlitz“ [52] (über ihn berichtete 2015 WELTinvestegativ), natürlich Patrick Poppel, Graham Phillips [53], Zak Novak [54], um nur einige zu nennen.

Pro Putin Partei

Und als ob das alles nicht schon reichen würde, gründeten irgendwelche Menschen Ende letzten Jahres das Pro Putin-Partei Gründungsprojekt [55]. Wenn man dieser Facebook-Seite Glauben schenken müsste, stehen dort an Likes durch die Mahnwachen bekannte verschwörungsideologische Inhalte, aber auch Viktor Orban [56] sowie russisch-nationalistische Akteure. Mittlerweile gibt es dazu eine Petition [57] zur „Errichtung eines deutschen Staates durch Putin auf deutschem Boden“. Denn wenn es nach staatenlos.info geht, wofür auch Dimitri Metzler [58] & die Politsekte BüSo/LaRouche/Schiller-Institut wirbt, sind wir ja – im übertragenen Sinne: „Immer noch ein besetztes Land, welches sich immer noch Krieg befindet und befreit werden muss„. So ungefähr. Daher wohl auch „der Ruf dieser Leute nach Frieden“. Natürlich nur für Russland! Und für putintreue Deutsche!

Fazit

Wie schon bei den Mahnwachen „für den Frieden“ und den daraus erstarkenden Querfront- und Rechtsbewegungen geht es hier in keinster Weise um den Frieden oder um einen Frieden an sich. Frieden unter antidemokratischen Verhältnissen gibt es nicht und verbietet sich schon per Definition.
Die Politsekte BüSo hatte von Anfang an bei den Mahnwachen und bei staatenlos.info mit prorussischer Propaganda und versuchter Einflussnahme mitgewirkt. Schaut man sich die deutsch-russischen Netzwerke und die der Reichsbürger genauer an, sind sie dort vermehrt vorzufinden.

TatjanaGarsiya - da darf man ruhig mal klatschen

Es ist erschreckend, wie viele Menschen sich mittlerweile antidemokratische Verhältnisse wünschen und Diktatoren unterschiedlichster Länder verehren und verherrlichen!

Wenn man mit diesem Hintergrundwissen dann auf der Straße sieht, wie diese Netzwerke über Einzelpersonen und mit Straßenmusik Gelder einsammeln und die Präsidentin sitzt daneben und klatscht in die Hände….dann hat man viele Fragen…und über die Antwort kann man hier: Leider nur spekulieren…

Kurz nach meiner Ankunft brachen sie das Schauspiel ab und wanderten weiter in Richtung Spree. Irgendwann verlor ich sie aus den Augen. Ruckzuck – weg waren sie. Untergetaucht zwischen den Touristenmassen. Vermutlich waren sie zum Lustgarten weiter gewandelt…um dort die russischen und deutschen Seelen wieder musikalisch mit herzerwärmenden Gesängen zu vereinen…


Im nächsten Beitrag werde ich mich etwas näher mit der Facebookgruppe vom Tolstoi-Institut und ihrer Mitglieder beschäftigen, da es zu umfangreich ist, dies hier noch einzubringen!


Fußnoten ♦ Quellen ♦ Verweise ♦ weiterführende Links

[1] flickr-Album Steffi Reichert: „Flüchtlinge fressen – Not und Spiele“ vom ZPS ↩
[2] Internetpräsenz des Tolstoi-Institutes (per anonym-URL) ↩
[3] flickr-Album Steffi Reichert: Querfront II ↩
[4] ndr/ZAPP: „Kultur und Propaganda: Das Tolstoi-Institut“ (Archivlink) ↩
[5] Youtube Kanal vom Tolstoi Institut: „Demo 13 4 2014 091“ ↩
[6] RechercheBlog: „Lars Märholz, die DeutscheLobby und die LaRouche-Bewegung“ ↩
[7] Netzwerkliste von Stefan Tischer (BüSo) auf Facebook (Archivlink) ↩
[8] RechercheBlog: „Das Tolstoi-Institut in Berlin und die Verbindungen zu den Mahnwachen/Querfront“ ↩
[9] Youtube Kanal vom Tolstoi Institut: „Stellungnahme zum NDR-Beitrag“ ↩
[10] PI-News: „Kein Krieg gegen Russland“- Demo in Berlin (Archivlink) ↩
[11] Tolstoi-Institut mit Werbung der rechten Demo via abload ↩
[12] flickr-Album Thorsten Strasas – Reportage: „Deutsche Rechte demonstrieren mit Russen für Putin in Berlin“ ↩
[13] „Antritt von Rechts“ – ProDeutschland, PDF apabiz, Seite 3-4 ↩
[14] Facebook-Event zu: „Kein Krieg gegen Russland“ von Karl Schmitt (Archivlink) ↩
[15] Internetpräsenz der Seite: Patrioten e.V. (Archivlink) ↩
[16] PI-News: Berlin „Kein Krieg mit Russland“-Demo am 7.9. (Archivlink) ↩
[17] Neue Solidarität von Büso – der LaRouche Bewegung zur Demo: „Kein Krieg gegen Rußland!“ (Archivlink) ↩
[18] flickr-Album Steffi Reichert: Querfront II ↩
[19] Netzwerkliste von Oleg Muzyka (Archivlink) ↩
[20] Foto vom Facebook-Profil von Oleg Muzyka, ebenfalls darauf: Alexej Danckwardt, ehemals DIE LINKE (Archivlink) ↩
[21] Werbung für Oleg Muzyka durch DIE LINKE: Veranstaltung zur aktuellen Situation in der Ukraine: Das Massaker von Odessa – Hintergründe und Folgen (Archivlink) ↩
[22] Werbung für Oleg Muzyka durch DIE LINKE: Ausstellungseröffnung „Das Massaker von Odessa“ – Leipziger LINKE präsentiert im Liebknecht-Haus Fotos und Hintergründe zum 2. Mai (Archivlink) ↩
[23] junge Welt: „Die Kinder von Donezk“ (Archivlink) ↩
[24] Video auf Vimeo von QuerfrontWatch: „Montagsmahnwache“ Berlin: Nazis verabschieden sich von Brigitte Queck (Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg) ↩ Im Hintergrund hört man Dieter Dehm´s „Bella Ciao“ singen. Es war der Tag, an dem Dieter Dehm „seine Antisemitismusrede“ hielt: „Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. […] Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!“
[25] Bereitstellung der Seite PRIZM durch das CoopCafe Berlin für Propagandaveranstaltungen, u.a. Oleg Muzyka Olga Borodina (Spaltung), Mark Bartalmai (Ukrainian Agony), Ulrich Heiden (Lauffeuer) u.a. (Archivlink) ↩
[26] EuroMaidanPress: „Trolle auf Deutschlandtour“ (Archivlink) ↩
[27] Pressemitteilung Bündnis90/DIE GRÜNE Leipzig: „Volker Külow instrumentalisiert Ukraine-Konflikt mit abwegigem Holocaustvergleich für seinen Wahlkampf“ (Archivlink) ↩
[28] Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin: „Absage des Filmfestivals „Demokratie in Flammen“ an Oleg Musyka durch die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte“ (Archivlink) ↩
[29] Wikipedia: German Defence League ↩
[30] Wikipedia: Manfred Rouhs ↩
[31] Wiki Sonnenstaatland zu Rüdiger Klasen ↩
[32] Friedensdemo-Watch zu Evelin Pietza (Archivlink) ↩
[33] Facebook-Gruppe des Tolstoi-Institut (Archivlink) ↩
[34] Netzwerkliste von Roswitha von Grunwald, Admina der Facebookgruppe: Tolstoi-Institut (Archivlink) ↩
[35] StopFake.org über die Seite TrolleyBust ↩
[36] TrolleyBust zu Tatjana Garsiya: offen gelegte Interessen und Abonnements, die TrolleyBust via Facebook heraus gefiltert hat (Archivlink) ↩
[37] TrolleyBust zu Tatjana Garsiya: offen gelegte Interessen und Abonnements, die TrolleyBust via Facebook heraus gefiltert hat (Archivlink) ↩
[38] TrolleyBust zu Tatjana Garsiya: offen gelegte Interessen und Abonnements, die TrolleyBust via Facebook heraus gefiltert hat (Archivlink) ↩
[39] Suworow Institut | Wir über uns (Archivlink) ↩
[40] Facebook-Seite von Patrick Poppel, Generalsekretär und Vorsitzender des Vorstandes vom Suworow Institut (Archivlink) ↩
[41] Tolstoi-Institut „Unsere Partner“ (Archivlink) ↩
[42] tagesschau mit folgendem Artikel:  „Pro-russische Netzwerke – Moskautreue Rechte“ u.a. über das Suworow Institut, welches Partner vom Zentrums für Kontinentale Zusammenarbeit (ZKZ) ist und diese widerum zu Partnern der Identitären Bewegung, Compact und das Institut für Staatspolitik stehen (Archivlink) ↩
[43] Netzwerkliste von Margarita Seidler (jetzt Kiriaki) auf Facebook (Archivlink) ↩
[44] Friedensdemo-Watch zu Evelin Pietza (Archivlink) ↩
[45] Blog Jürgen Elsässer: „Deutsche Kämpferin verteidigt Donezk gegen den NATO-Faschismus“ (Archivlink) ↩ Hier wird auch die Vermittlung zwischen Margarita Seidler mit Evelin Pietza beschrieben
[46] gloria.tv: „Russland: Die letzte Verteidigungslinie“ – Interview mit Margarita Seidler mit ihren fundamentalistischen Ansichten (per anonym-URL) ↩ Vermutlich wird der Kanal: St. Georgsband von Seidler selbst betrieben
[47] Youtube-Kanal von MDR: „Eine Deutsche kämpft in der Ukraine“ | Exakt | MDR ↩
[48] Der Tagesspiegel: Orthodoxe Fundamentalisten in Russland auf dem Vormarsch (Archivlink) ↩
[49] taz: Linken-Politiker mit Putschfantasien – der Leipziger Anwalt Alexej Danckwardt im „Fall Lisa“ ↩
[50] flickr-Album Steffi Reichert: „Achtung! Das ist Krieg!“ – Der Fall Lisa | Propaganda und Parallelgesellschaft – Demo von Russlanddeutschen und Rechten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin ↩
[51] Zeit: „Russlands Nationale Befreiungsbewegung Heimat, Freiheit, Putin“ über Dimitri Metzler (Archivlink) ↩
[52] investigativ.welt: „Deutschen Separatisten auf der Spur“ – über Nikolaj Blagin (Archivlink) ↩
[53] StopFake.org: British Citizen Exposed as a Tool of Russia’s FSB – über Graham Phillips ↩
[54] aredrover.com: „The New York Chetnik fights for Donbas“ – über Zak Novak/Zak Novkovic (Archivlink) ↩
[55] Facebookseite: Pro Putin Partei – Gründungsprojekt (Archivlink) ↩
[56] Facebook-Seite: Jobbik in München (Németországi Jobbik-szimpatizánsok) aktiv bei Pegida (Archivlink) ↩ Motto: Merkel muss weg!
[57] Das Kraftfuttermischwerk: „Petition an Russland mit der Bitte, einen deutschen Staat zu gründen“ ↩
[58] Facebook-Gruppe: Interventionskommando gegen die Lügenpresse (Mitgliederliste) Collage, via abload ↩

♦ Pressemitteilung zdf vom 14. März 2016: ZDF-Magazin „Frontal 21“: CDU-Abgeordnete traten bei rechten Russland-Unterstützern auf – Spezialeinheit beobachtet vermehrt russische Propaganda gegen EU-Staaten (Archivlink) ↩
♦ derStandard.at vom 31. Juli 2016: Sputnik, FPÖ, Identitäre: Russisch-rechtes Rendezvous in Wien, u.a. Thema das Suworow-Institut (Archivlink) ↩

Das flickr-Album dazu ist ⇒ hier zu finden!

Identitätsdiebstahl bzw. laut Strafanzeige: Warenkreditbetrug

Douglas I

Wenn ein Paket mit schwarzem Seidenpapier ankommt…

Letzte Woche Samstag, kurz bevor ich auf dem X*CSD in Berlin-Kreuzberg fotografieren war, ereilte mich ein Paket, welches ich nicht bestellt hatte. Nur – hatte dies freundlicherweise ein Nachbar angenommen, so das es gesetzlich als zugestellt gilt.
Von nun an wird es also wieder Postfilliale-Wege geben, entsprechend werde ich dies auch vermerken und den Nachbarn Bescheid geben, damit beim nächsten Mal nix schief geht! Das ist das eine.

Das andere: Auch wenn niemand das Paket annimmt und dieses zurück an den Händler geht, kommt eh irgendwann die Mahnung bzw. das Schreiben vom Inkasso-Büro. Auseinandersetzen muss man sich damit so oder so, vor allem: eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten! Entweder gegen unbekannt oder man äußert die Vermutung, sofern man eine hat und das zu Protokoll bringen möchte; wenn es z.B. so etwas „persönliches“ ist wie bei mir. Denn in meinem Fall liegt kein klassischer Identitätsdiebstahl vor, sondern hier wollte man mich persönlich treffen, man möchte mir vorsätzlich schaden. Weiterhin!

Ich scherzte noch mit meinem Nachbarn, als mich das türkis-grüne Paket von Douglas anstrahlte, weil ich ja wusste, das ich niemals bei Douglas bestellen würde. Weil ich generell so fast gar nichts über das Internet an Waren bestelle. Mein Parfüm beziehe ich wenn, also direkt aus der Filiale bzw. lasse es mir von lieben Menschen schenken. 😉

Entgegen dem klassischen Identitätsdiebstahl bzw. dem Identitätsmissbrauch, wo man als Täter natürlich die Waren behalten möchte, die man unter fremden (oder auch bekannten Namen) bestellt, allerdings der Geschädigte die Rechnung erhält; bekam ich die Ware zugesandt, die jedoch in dem Sinne noch nicht einmal brauchbar für mich wäre, da ich kein Männerparfüm nutze. Im Angebot war: Jil Sander „Sun Men“, Hugo Boss „Orange Men“ und Diesel „Only the Brave“. Auch das wurde mit großer Gewissheit – genauso bestellt. Ich soll definitiv keinen Nutzen an dem Paket haben! Sondern: Schaden!

Douglas III

Nur sehr, sehr wenige Menschen aus meinem engen Umfeld kennen meine Adresse, die für mich zum Glück auch überhaupt nicht in Frage kommen. Und dann gibt es da ein paar Ausnahmen, die an einer Hand abzuzählen sind. Leider!

Ich hatte ja eigentlich schon drauf gewartet. Oder besser gesagt: damit gerechnet. Das solch eine oder ähnliche Aktion noch kommen könnte. Denn darum ging es letztendlich immer. Um das permanente Interesse von Namen und Adressen. Das es jetzt allerdings in einen strafbaren Bereich übergeht, hätte ich der Person nicht wirklich zugetraut, die in das Umfeld der Verdächtigungen fällt. Auch wenn es so gesehen zum Thema passt. Namen, Adressen, Netzwerke = Identitäten!

So gesehen: wenn diese Person damit weiter macht, hat sie die besten Chancen, früher oder später damit aufzufliegen! Wer weiß, vielleicht bin ich ja nicht die einzige?


Was am Montag geschah, als Douglas telefonisch über die Hotline wieder erreichbar war:

Bei Douglas angerufen, wurde mir erklärt, das die Datenbank erst mit der ersten Bestellung angelegt wurde. Und zwar online. Keine telefonische Bestellung. Emailadresse und IP-Adresse sind dort hinterlegt und gespeichert, die nun an die Polizei weiter gegeben werden, da ich am Dienstag Strafanzeige erstattet habe.
Interessant dabei ist, das man wohl bei Douglas nur auf Rechnung bestellen kann, wenn man Bestandskunde ist oder eine positive Bonität bei der Schufa hat. So richtig transparent ist das leider auf der Homepage des Unternehmens nicht ersichtlich, zumal die Homepage von Douglas auch ziemlich „kaputt“ ist, nicht so wirklich funktioniert.
Da die Datenbank neu angelegt wurde, gilt die Person der Bestellung als Neukunde. Hätte man trotz Neukunde noch die Bonitätsprüfung durchgeführt, so wie das Douglas auch auf ihrer Seite beschreibt, hätte man festgestellt, das mein Geburtsdatum ein falsches ist, welches angegeben wurde und die Bestellung über 100 Euro hätte niemals raus gehen dürfen. Oder die Schufa hat dort über das falsche Geburtsdatum hinweg gesehen. Letztendlich ist aber der Täter der Besteller und schadet somit, außer mir – auch dem Unternehmen.

Douglas hat das Konto gesperrt. Allerdings nicht wegen Identitäts-Missbrauch & Betrug der Person selbst, sondern wegen der offenen Forderungen, die mittlerweile nun schon über das Inkasso-Büro laufen. Aber somit kommt besagte Täter-Person mit ihrem Passwort auch nicht mehr in „meine Datenbank“ oder kann den Account löschen. Ich hätte es sonst sperren lassen.

Nur nochmal zur Zusammenfassung: Bei Douglas kann man nur auf Rechnung bestellen, wenn die Lieferanschrift mit der Rechnungsanschrift übereinstimmt. D.h. hier wollte jemand explizit, das ich die nicht brauchbaren Waren erhalte, aber eben auch die Rechnung!

Was jetzt zu machen ist:

Weiterhin mit Douglas in Kontakt zu bleiben. Die erste Rückmeldung ist schon da, wie ich gerade gesehen. Das Ganze muss ich nun noch einmal wiederholen, mit der Kopie der dazugehörigen Vorgangsnummer der Strafanzeige, ebenfalls an das Inkasso-Büro. Nur sind letztere meist nicht so nett und das wird wohl noch sehr nervenaufreibend in den nächsten Wochen, wenn nicht sogar Monaten werden! Das Paket muss ich morgen per Retoure wieder zurück schicken, auf all den zusätzlichen Kosten (Porto, Kopien, Versand, Ausdrucke etc.), die entstehen, bleibe ich natürlich sitzen und diese werden mir auch nicht erstattet. Es sei denn, man kann den Täter anhand der von Douglas gespeicherten IP-und Emailadresse ausfindig machen. Abgesehen von dem Geld, was mich natürlich „belastet“, bis die Sache geklärt ist.

Was ich für mich, außerhalb der polizeilichen Ermittlungen noch machen konnte und ich jedem emfpehlen kann: Ich habe einen BSI-Sicherheitstest durchgeführt, meine Emailadressen werden dort auf Missbrauch gecheckt! Sollte sich dort aus der Vergangenheit noch was ergeben, geht das natürlich auch weiter an die Polizei!

Douglas II

Fazit:

Man braucht nur einen Klarnamen und eine Adresse um vorsätzlichen Betrug & Missbrauch zu begehen oder jemanden finanziell in die Knie zwingen, ruinieren zu wollen. Weder das Geburtsdatum (in diesem Fall gefälscht oder auch vorsätzlich falsch angegeben) noch eine Emailadresse waren bei dieser Bestellung relevant! Eine große Sicherheitslücke, was eigentlich kaum zu glauben ist. Und doch so passiert! Wohl tausendfach in Deutschland…

Vielleicht sollte auch der Eindruck entstehen, das „jemand“ weiß wo ich wohne. Das ist ja auch ganz groß in Mode gekommen, das man Pressevertretern oder auch Journalisten somit in die Enge treiben möchte. Diese (versuchten) Outings sind ja fast schon Alltag geworden.

Das ich das hier im Blog veröffentliche, hat also genau mit den Themen zu tun, die ich größtenteils – nicht nur fotografisch – begleite! Denn ansonsten gab es nichts wirklich „verbindendes“ in der Vergangenheit. Als ich dann und ziemlich schnell – misstrauisch wurde und das auch veräußerte, weil diese Person permanent an gewissen Infos zu sehr interessiert war, begann der „leise“ und nicht belegbare Kindergartenkram, der jetzt kein Kindergartenkram mehr ist…

Ich bin wirklich gespannt, ob die Auswertung der IP- und Emailadresse zu einem Erfolg führt!
Weiter werde ich mich hierzu erstmal nicht äußern, aber ich denke, das ist ein wichtiges Thema, worüber man nicht schweigen sollte. Ich empfehle folgende Begebenheit der Journalistin Tina Groll zu lesen, um ein Bild davon zu bekommen, was für einen immensen Schaden so etwas anrichten kann!

Und so werde auch ich „beschäftigt“, damit ich u.a. in der Fotografie etc. untätig bleibe. Das scheint mitunter, neben dem finanziellen und nervenaufreibenden Kostüm, weiterhin der Sinn der Sache zu sein.

Wie abgefuckt unsozial muss Mensch sein, der sich angeblich sooo sozial engagiert, hier solch Bemühungen reinzustecken, Schaden anzurichten um seine Feindbilder ausleben zu lassen! Ich scheine besagte Person ja doch ganz schön getroffen zu haben. Mit dem veröffentlichten Artikel, der mittlerweile wieder im Netz ist. Das bestätigt mir nur, das ich damals wohl doch nicht so verkehrt lag. Wozu sonst diese hasserfüllte Müh? ^^

Also: passt gut auf eure Daten auf! Vor allem wenn ihr aktivistisch oder journalistisch unterwegs seid!  Ob im Internet oder aber auch im realen Leben! Wie gesagt, ich bin mir sehr sicher, das dies keine fremde Person (in dem Sinne) war. Facebook und Netzwerke sind eine wahre Fundgrube für Täter, vor allem, wenn man dort quasi „befreundet“ ist. Und der Rest passiert im realen Leben…


Mal schauen, wann ich wieder ohne große Hindernisse und in Ruhe meinem Alltag nachgehen kann. U.a. einer der Gründe, warum es in den letzten Monaten so ruhig um mich geworden war. Weil: immer was los! Der Aufbau & Konzept des neuen Blogs etc.
In den letzten, fast 5 Wochen hatte ich an einem langen Artikel geschrieben, der jetzt quasi fertig, aber erstmal in „Entwürfe-Ordner“ gelandet ist. Das werde ich dann erst später veröffentlichen. Wenn wieder etwas Ruhe und Normalität in den Alltag gekommen…und Zeit dafür ist!

Also: man sieht sich (trotzdem) auf der Straße! 📷

Die RLS und ihre neurechte Werbung

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Die Rosa Luxemburg Stiftung und die neurechte Metropolico Plattform/ehemals blue-news.org

+++ Update +++
Die Rosa Luxemburg Stiftung hat reagiert und das Bild durch ein anderes ersetzt! Vielen Dank! (17. 06. 2016)


Gestern brachte die Rosa Luxemburg Stiftung mehrere Publikationen heraus, zur Studie: „Die enthemmte Mitte“ [1]. Diesbezüglich wurde auch eine Veranstaltung [2] für den 20. Juni 2016 angesetzt, die u.a. bei Facebook einsehbar ist. Thema: Die «Mitte-Studie» 2016 zu rechtsextremen Einstellungen, Autoritarismus und Demokratie. Dort wird direkt zum Veranstaltungskalender auf die Rosa Luxemburg Stiftung verlinkt:

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Die Stiftung versah auf ihrer eigenen Seite diese Veranstaltung mit einem kostenlosen Bild [3] von ehemals Blue-News.org, jetzt Metropolico. Die Seite Metropolico [4] macht Werbung für PI-News, AfD, Pegida, Identitäre Bewegung, HoGeSa, Junge Freiheit & Co., Wikipedia beschreibt sie [5], Zitat:  „Beobachter rechnen es mehrheitlich dem politisch rechten Spektrum zu und verorten es bisweilen im Rechtspopulismus“. Weiterhin: als ein „reaktionäres“ Portal.

Man kann es allerdings auch anders formulieren: Sie  sind den Neuen Rechten zuzuordnen:
Wikipedia zitierte allerdings auch noch folgenden Text:

» Die Frankfurter Polizei legte im Verfahren um die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes bei der Blockupy-Demonstration dem Verwaltungsgericht Frankfurt Filmmaterial von Metropolico als Beweismaterial [6] vor. Das Filmmaterial zeigt laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Beamten, nachdem die Polizei die Demonstration aufgelöst hatte. Im Juni 2013 hatte die Gewerkschaft der Polizei in Baden-Württemberg einen Bericht von Metropolico in ihrer Gewerkschaftszeitung „GdP digital“ veröffentlicht, in dem die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau scharf kritisiert wurde. Der Bericht wurde später wieder entfernt. Laut dem verantwortlichen Redakteur habe der Tenor des Berichtes seiner Meinung und der seiner Kollegen vor Ort entsprochen. Er habe aber nicht genügend recherchiert, wo der Bericht herkomme. «


Was ich nicht verstehe und mit diesen Gedankengängen stehe ich nicht alleine da. Wie kann man ungeprüft Fotos übernehmen? Dazu von einer neurechten Seite? Hat  man einfach von der Seite: Spezialinfo das Foto und den Text übernommen, ohne überhaupt einmal den Ursprung recherchiert zu haben? Man kann dies leider nicht prüfen, da die RLS die Linksetzung wohl einfach nur vergas…

Mal davon abgesehen, das die Rosa Luxemburg Stiftung keine Bezahlfotos mag und somit auch den Journalismus nicht unterstützt, obwohl diese Stiftung staatliche Gelder bekommt;  ist es ein Kinderspiel  auf flickr nach lizenzfreien Fotos zu suchen, die teils auch noch ziemlich gut aussehen. Dort scheint man allerdings gar nicht erst recherchiert zu haben, sonst wäre man nämlich auf die Ursprungsquelle von Metropolico [7], ehemals Blue-News.org aufmerksam geworden. Selbst die taz schreibt:

taz


Gerade in Zeiten von Querfront, auch innerhalb der Linkspartei [8] und den vielen neurechten Bewegungen, wirkt das alles nicht mehr wirklich vertrauenserweckend.
Es scheint wohl wichtiger zu sein, das die Rosa Luxemburg Stiftung laut junge Welt [9] dem Projekt: „Straßen aus Zucker“ [10] jetzt die Gelder streichen soll, so gesehen – weil sich diese gegen die Querfront und dem immer stärker werdenden Rechtspopulismus [11] innerhalb der Linkspartei wendet, SaZ laut junge Welt und FAZ [12] für den Tortenwurf auf Sahra Wagenknecht verantwortlich gemacht wurde, auch wenn „Straßen aus Zucker“ diese Vorwürfe auf ihrer Seite bis heute von sich weisen [13].
Letztendlich geht es hier nur noch um die Aufrechterhaltung von Feindbildern, um den Vorwurf der Querfront abzuweisen, teils mit verschwörungsideologischen Inhalten, die leider auch von großen Teilen der DIE LINKE, aber auch aus der Mitte der Gesellschaft unterstützt und gefördert wird. Hier hatte es „Straßen aus Zucker“ getroffen…

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Und, von der jungen Welt erwarte ich schon lange keine differenzierten sowie neutralen Presseerzeugnisse mehr. Wenn man bedenkt, das so einige Redakteure und mittlerweile auch Ex-Redakeure bei einem namentlich etablierten neurechten Verlag [14] (mit engsten Verbindungen um nicht zu sagen, Mitstreitern zu COMPACT) ihre Bücher verlegen lassen oder für die russischen Staatsmedien schreiben, scheint nachfolgender Auszug gar nicht mal mehr so irritierend. Sind ja schließlich auch linke Politiker darunter, die als Autoren beim Kai Homilius Verlag schreiben.


Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen:

» Die Stiftung fördert somit ein Magazin (SaZ), dessen Autoren offenbar gegenüber rassistischem und neurechtem Gedankengut aufgeschlossen sind«, empörten sich in den vergangenen Tagen Linke-Abgeordnete aus Europaparlament und Bundestag in Schreiben an den Stiftungsvorstand. Von der RLS erwarten sie, »dass umgehend Klarheit geschaffen wird, ob die Förderung des Magazins eingestellt wird«, heißt es in einem der Briefe, die jW vorliegen. Weiter in einem anderen: »Eine weitere Förderung würde die Solidaritätsbekundungen der Partei- und Fraktionsspitze, vor allem aber die Feststellung der RLS zum Angriff auf Sahra selbst konterkarieren.« Notwendig sei zudem rasche Aufklärung und »volle Transparenz (eigene Anmerkung: vgl. Transparenz RLS/DIE LINKE) [15] über die Kooperation in der Vergangenheit«. Als Stiftungsmitglieder hätten sie ein Interesse, so die Brandbriefschreiber, zu erfahren, »wieviel Geld von der RLS in den vergangenen Jahren an Straßen aus Zucker, seine Träger und ähnliche Projekte direkt und indirekt (Redakteursstellen, Raumkostenzuschüsse, Anzeigenschaltung, Druckkostenzuschuss, Beilegerkofinanzierung in taz und Jungle World etc.) geflossen ist «.
(Junge Welt, Torte aus Stiftungspulver, von Katja Weißenfels)


Wenn man dann bei genau dieser Stiftung solch Werbung der Neuen Rechten vorfindet oder weiß, inwieweit die RLS in noch anderer Sache Mitglieder der „sozialen“ Linkspartei aus dem Querfrontspektrum mit Geldern unterstützte [15], keine Rückmeldung auf die gestrigen Hinweise kommen oder der Artikel auf der Seite der RLS korrigiert wird – obwohl man in der Zwischenzeit in den sozialen Medien aktiv war, man keine Stellungnahme zum oben zitierten junge Welt Artikel recherchieren kann; darf man schon den Eindruck bekommen, das hier etwas gewaltig schief läuft….

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Ich überlege mir gerade ernsthaft, die Rosa Luxemburg Stiftung aus meiner Liste der Referenzen zu streichen (was übrigens auch zeigt, das man mit der flickr-Recherche einst vertraut war)!

Ja, was hat gestern fragend ein Kollege geschrieben?
Hauptsache das Foto ist kostenlos? Ja, es scheint so: Hauptsache, das Foto ist kostenlos! In diesem Sinne:

Fotos: cc Rosalux // flickr  [1] [2]   😉

Fußnoten

[1] Rosa-Luxemburg-Stiftung Publikation: Die enthemmte Mitte ↩
[2] Facebook-Event der RLS: „Bedrohung aus der Mitte – rechtsextreme Einstellungen“ (Archivlink) ↩
[3] Foto von Blue-News.org/Metropolico auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Archivlink) ↩
[4] Screenshot der Seite Metropolico mit PI-News Werbung ↩
[5] Wikipedia: Metropolico ↩ 
[6] taz: Ein Fall von Propaganda ↩
[7] Foto von Metropolico, ehemals Blue-News.org auf flickr ↩
[8] HuffingtonPost: So rechts ist die Linkspartei ↩
[9] Junge Welt: Torte aus Stiftungspulver Wie eng kooperiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit antilinken Gruppen? (Archivlink) ↩
[10] Blog: Strassenauszucker / Über uns ↩
[11] VICE: „Gastrecht verwirkt!“, Obergrenzen für Flüchtlinge, Ausbildungsplätze zuerst für Deutsche von Alexander Nabert ↩
[12] FAZ: Denn sie wissen, wer die Torte auf Sahra Wagenkecht warf (Archivlink) ↩
[13] Blog: Strassenauszucker – Tortanschlag auf Sahra Wagenknecht: Offizielle Stellungnahme der SaZ-Redaktion zum Cakegate ↩
[14] Wikipedia: Kai Homilius-Verlag / Autoren ↩
[15] DIE WELT: Vetternwirtschaft – Eine ziemlich linke Nummer in der Linkspartei (Archivlink) ↩ Ralph Niemeyer, Ex-Mann von Sahra Wagenknecht, hat viel Ärger mit Gläubigern und der Justiz. Doch die Parteiprominenz hilft ihm so großzügig, dass ein Fall von Vetternwirtschaft offen wird #Querfront