Identitätsdiebstahl bzw. laut Strafanzeige: Warenkreditbetrug

Douglas I

Wenn ein Paket mit schwarzem Seidenpapier ankommt…

Letzte Woche Samstag, kurz bevor ich auf dem X*CSD in Berlin-Kreuzberg fotografieren war, ereilte mich ein Paket, welches ich nicht bestellt hatte. Nur – hatte dies freundlicherweise ein Nachbar angenommen, so das es gesetzlich als zugestellt gilt.
Von nun an wird es also wieder Postfilliale-Wege geben, entsprechend werde ich dies auch vermerken und den Nachbarn Bescheid geben, damit beim nächsten Mal nix schief geht! Das ist das eine.

Das andere: Auch wenn niemand das Paket annimmt und dieses zurück an den Händler geht, kommt eh irgendwann die Mahnung bzw. das Schreiben vom Inkasso-Büro. Auseinandersetzen muss man sich damit so oder so, vor allem: eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten! Entweder gegen unbekannt oder man äußert die Vermutung, sofern man eine hat und das zu Protokoll bringen möchte; wenn es z.B. so etwas „persönliches“ ist wie bei mir. Denn in meinem Fall liegt kein klassischer Identitätsdiebstahl vor, sondern hier wollte man mich persönlich treffen, man möchte mir vorsätzlich schaden. Weiterhin!

Ich scherzte noch mit meinem Nachbarn, als mich das türkis-grüne Paket von Douglas anstrahlte, weil ich ja wusste, das ich niemals bei Douglas bestellen würde. Weil ich generell so fast gar nichts über das Internet an Waren bestelle. Mein Parfüm beziehe ich wenn, also direkt aus der Filiale bzw. lasse es mir von lieben Menschen schenken. 😉

Entgegen dem klassischen Identitätsdiebstahl bzw. dem Identitätsmissbrauch, wo man als Täter natürlich die Waren behalten möchte, die man unter fremden (oder auch bekannten Namen) bestellt, allerdings der Geschädigte die Rechnung erhält; bekam ich die Ware zugesandt, die jedoch in dem Sinne noch nicht einmal brauchbar für mich wäre, da ich kein Männerparfüm nutze. Im Angebot war: Jil Sander „Sun Men“, Hugo Boss „Orange Men“ und Diesel „Only the Brave“. Auch das wurde mit großer Gewissheit – genauso bestellt. Ich soll definitiv keinen Nutzen an dem Paket haben! Sondern: Schaden!

Douglas III

Nur sehr, sehr wenige Menschen aus meinem engen Umfeld kennen meine Adresse, die für mich zum Glück auch überhaupt nicht in Frage kommen. Und dann gibt es da ein paar Ausnahmen, die an einer Hand abzuzählen sind. Leider!

Ich hatte ja eigentlich schon drauf gewartet. Oder besser gesagt: damit gerechnet. Das solch eine oder ähnliche Aktion noch kommen könnte. Denn darum ging es letztendlich immer. Um das permanente Interesse von Namen und Adressen. Das es jetzt allerdings in einen strafbaren Bereich übergeht, hätte ich der Person nicht wirklich zugetraut, die in das Umfeld der Verdächtigungen fällt. Auch wenn es so gesehen zum Thema passt. Namen, Adressen, Netzwerke = Identitäten!

So gesehen: wenn diese Person damit weiter macht, hat sie die besten Chancen, früher oder später damit aufzufliegen! Wer weiß, vielleicht bin ich ja nicht die einzige?


Was am Montag geschah, als Douglas telefonisch über die Hotline wieder erreichbar war:

Bei Douglas angerufen, wurde mir erklärt, das die Datenbank erst mit der ersten Bestellung angelegt wurde. Und zwar online. Keine telefonische Bestellung. Emailadresse und IP-Adresse sind dort hinterlegt und gespeichert, die nun an die Polizei weiter gegeben werden, da ich am Dienstag Strafanzeige erstattet habe.
Interessant dabei ist, das man wohl bei Douglas nur auf Rechnung bestellen kann, wenn man Bestandskunde ist oder eine positive Bonität bei der Schufa hat. So richtig transparent ist das leider auf der Homepage des Unternehmens nicht ersichtlich, zumal die Homepage von Douglas auch ziemlich „kaputt“ ist, nicht so wirklich funktioniert.
Da die Datenbank neu angelegt wurde, gilt die Person der Bestellung als Neukunde. Hätte man trotz Neukunde noch die Bonitätsprüfung durchgeführt, so wie das Douglas auch auf ihrer Seite beschreibt, hätte man festgestellt, das mein Geburtsdatum ein falsches ist, welches angegeben wurde und die Bestellung über 100 Euro hätte niemals raus gehen dürfen. Oder die Schufa hat dort über das falsche Geburtsdatum hinweg gesehen. Letztendlich ist aber der Täter der Besteller und schadet somit, außer mir – auch dem Unternehmen.

Douglas hat das Konto gesperrt. Allerdings nicht wegen Identitäts-Missbrauch & Betrug der Person selbst, sondern wegen der offenen Forderungen, die mittlerweile nun schon über das Inkasso-Büro laufen. Aber somit kommt besagte Täter-Person mit ihrem Passwort auch nicht mehr in „meine Datenbank“ oder kann den Account löschen. Ich hätte es sonst sperren lassen.

Nur nochmal zur Zusammenfassung: Bei Douglas kann man nur auf Rechnung bestellen, wenn die Lieferanschrift mit der Rechnungsanschrift übereinstimmt. D.h. hier wollte jemand explizit, das ich die nicht brauchbaren Waren erhalte, aber eben auch die Rechnung!

Was jetzt zu machen ist:

Weiterhin mit Douglas in Kontakt zu bleiben. Die erste Rückmeldung ist schon da, wie ich gerade gesehen. Das Ganze muss ich nun noch einmal wiederholen, mit der Kopie der dazugehörigen Vorgangsnummer der Strafanzeige, ebenfalls an das Inkasso-Büro. Nur sind letztere meist nicht so nett und das wird wohl noch sehr nervenaufreibend in den nächsten Wochen, wenn nicht sogar Monaten werden! Das Paket muss ich morgen per Retoure wieder zurück schicken, auf all den zusätzlichen Kosten (Porto, Kopien, Versand, Ausdrucke etc.), die entstehen, bleibe ich natürlich sitzen und diese werden mir auch nicht erstattet. Es sei denn, man kann den Täter anhand der von Douglas gespeicherten IP-und Emailadresse ausfindig machen. Abgesehen von dem Geld, was mich natürlich „belastet“, bis die Sache geklärt ist.

Was ich für mich, außerhalb der polizeilichen Ermittlungen noch machen konnte und ich jedem emfpehlen kann: Ich habe einen BSI-Sicherheitstest durchgeführt, meine Emailadressen werden dort auf Missbrauch gecheckt! Sollte sich dort aus der Vergangenheit noch was ergeben, geht das natürlich auch weiter an die Polizei!

Douglas II

Fazit:

Man braucht nur einen Klarnamen und eine Adresse um vorsätzlichen Betrug & Missbrauch zu begehen oder jemanden finanziell in die Knie zwingen, ruinieren zu wollen. Weder das Geburtsdatum (in diesem Fall gefälscht oder auch vorsätzlich falsch angegeben) noch eine Emailadresse waren bei dieser Bestellung relevant! Eine große Sicherheitslücke, was eigentlich kaum zu glauben ist. Und doch so passiert! Wohl tausendfach in Deutschland…

Vielleicht sollte auch der Eindruck entstehen, das „jemand“ weiß wo ich wohne. Das ist ja auch ganz groß in Mode gekommen, das man Pressevertretern oder auch Journalisten somit in die Enge treiben möchte. Diese (versuchten) Outings sind ja fast schon Alltag geworden.

Das ich das hier im Blog veröffentliche, hat also genau mit den Themen zu tun, die ich größtenteils – nicht nur fotografisch – begleite! Denn ansonsten gab es nichts wirklich „verbindendes“ in der Vergangenheit. Als ich dann und ziemlich schnell – misstrauisch wurde und das auch veräußerte, weil diese Person permanent an gewissen Infos zu sehr interessiert war, begann der „leise“ und nicht belegbare Kindergartenkram, der jetzt kein Kindergartenkram mehr ist…

Ich bin wirklich gespannt, ob die Auswertung der IP- und Emailadresse zu einem Erfolg führt!
Weiter werde ich mich hierzu erstmal nicht äußern, aber ich denke, das ist ein wichtiges Thema, worüber man nicht schweigen sollte. Ich empfehle folgende Begebenheit der Journalistin Tina Groll zu lesen, um ein Bild davon zu bekommen, was für einen immensen Schaden so etwas anrichten kann!

Und so werde auch ich „beschäftigt“, damit ich u.a. in der Fotografie etc. untätig bleibe. Das scheint mitunter, neben dem finanziellen und nervenaufreibenden Kostüm, weiterhin der Sinn der Sache zu sein.

Wie abgefuckt unsozial muss Mensch sein, der sich angeblich sooo sozial engagiert, hier solch Bemühungen reinzustecken, Schaden anzurichten um seine Feindbilder ausleben zu lassen! Ich scheine besagte Person ja doch ganz schön getroffen zu haben. Mit dem veröffentlichten Artikel, der mittlerweile wieder im Netz ist. Das bestätigt mir nur, das ich damals wohl doch nicht so verkehrt lag. Wozu sonst diese hasserfüllte Müh? ^^

Also: passt gut auf eure Daten auf! Vor allem wenn ihr aktivistisch oder journalistisch unterwegs seid!  Ob im Internet oder aber auch im realen Leben! Wie gesagt, ich bin mir sehr sicher, das dies keine fremde Person (in dem Sinne) war. Facebook und Netzwerke sind eine wahre Fundgrube für Täter, vor allem, wenn man dort quasi „befreundet“ ist. Und der Rest passiert im realen Leben…


Mal schauen, wann ich wieder ohne große Hindernisse und in Ruhe meinem Alltag nachgehen kann. U.a. einer der Gründe, warum es in den letzten Monaten so ruhig um mich geworden war. Weil: immer was los! Der Aufbau & Konzept des neuen Blogs etc.
In den letzten, fast 5 Wochen hatte ich an einem langen Artikel geschrieben, der jetzt quasi fertig, aber erstmal in „Entwürfe-Ordner“ gelandet ist. Das werde ich dann erst später veröffentlichen. Wenn wieder etwas Ruhe und Normalität in den Alltag gekommen…und Zeit dafür ist!

Also: man sieht sich (trotzdem) auf der Straße! 📷

Ⓐ wie Anfang!

AwieAnfang

Viele von Euch werden seit einiger Zeit sicherlich schon bemerkt haben, das es auf meinem alten Blog ziemlich ruhig geworden ist. Das hat mehrere Gründe.

Zum einen habe ich vor ca. 3 Jahren meinen alten Blog ziemlich konzeptlos hochgeladen. Weiterhin störte mich schon seit langem die Namensnennung und war mir permanent ein Dorn im Auge. Auch eine Designänderung, die nie vollständig fertig wurde, machte es da nicht besser.

Dadurch, das ich mit meinem alten Blog über diverse Social Media Kanäle ziemlich gut vernetzt war (und noch bin), ich allein über meinen alten Blog über 700 Follower laufen habe, scheute ich mich bisher, diesen Schritt zu tun. Aber hey, was soll´s?! Davon wird es einfach nicht besser! Frei nach dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ habe ich das also in Angriff genommen!

Demofotografie: Vor allem, wenn man diese Fotos auch dokumentarisch hinterlegen möchte; wie ich dies auch auf meinem alten Blog, aber auch auf flickr tat, bedeutet dies immer: Quantität vor Qualität. Masse! Nicht gut für einen Blog.
Das möchte ich nicht mehr! Das widerstrebt meiner Einstellung!

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In Zeiten von Informationsflut, Desinformationskampagnen sowie einer stetig wachsenden dubioseren Bloggerlandschaft habe ich im Januar diesen Jahres gedanklich den Cut gezogen.

Ich probierte mich auf diversen Fotoportalen aus und habe ab Januar 2016 bei tumblr meine erste Seite – nur für ausgewählte s/w Fotografien ohne dokumentarischen Inhalt – fertig gestellt. Das war das eine, was mir schon immer fehlte. Einen kleinen und prägnanten Einblick in einige meiner Fotos zeigen zu können. Etliche sind bisher in den Massen untergangen…

Eine neue Facebookseite war auch schnell erstellt. Wann die alte Fanseite gelöscht wird, weiß ich noch nicht, Fakt ist aber, das diese gelöscht wird!

Neben meiner Mitgliedschaft bei RmediaBase bin ich auch auf Berlin Reportagen zu finden, eine Seite, die sich noch im Aufbau befindet.


Blieb bis heute also die Frage: Was mache ich – wie – mit diesem Blog und was möchte ich hier inhaltlich teilen?

Fest steht, das ich einige Inhalte aus meinem alten Blog hier neu präsentieren werde. Aber nicht alles. Nicht 1:1 und das natürlich auch nur nach und nach. Genauso wie ich in Zukunft nicht mehr jeden Protest, jede Demonstration etc. hier verarbeiten kann, die Zeit ist meist noch nicht einmal vorhanden, um die Fotos zu bearbeiten, geschweige denn, auf flickr hochzuladen, was mir als Gesamt-Archiv all meiner Fotos und für Fotoanfragen dient.

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Auf jeden Fall werde ich weiterhin an meinen Themen festhalten, die bekanntlich das Soziale betreffen, die Querfront und die unterschiedlichen, gesellschaftlichen linken Strömungen.


Ob ich längerfristig meinen alten Blog online erhalte oder diesen irgendwann komplett lösche, weiß ich noch nicht. Das wird die Zeit zeigen!

Da sich der Blog derzeit noch in der Probier- und Testphase befindet, wird sich optisch und inhaltlich in nächster Zeit sicher noch das ein oder andere verändern, neue Features hinzukommen, andere wieder verschwinden, es werden „neue-alte“ Archiv-Postings entstehen – also einfach ab und zu mal reinschauen.

Bis bald und Beste Grüße aus der Hauptstadt, St.